Tankfreier Tag – Initiativen gegen E10
Seit der neue Biosprit E10 im Februar eingeführt wurde und an den deutschen Tankstellen zur Verfügung steht, sind die Diskussionen um die Umweltbilanz und die Verträglichkeit des Biokraftstoffes groß. Zahlreiche Verbraucher sehen die Einführung des Biokraftstoffs E10 als kritisch und verfrüht an. Viele sind zudem verunsichert und verärgert, da nicht jedes Auto den neuen Biokraftstoff verträgt und die einzige Alternative zum E10 Kraftstoff die deutlich teurere Super-Plus Benzinvariante ist.
Um sich offiziell gegen den Biokraftstoff und die allgemein hohen Preise für Benzin auszusprechen, fordern immer mehr Autofahrer, einen Tag lang nicht zu tanken. Ein tankfreier Tag könnte helfen, der Bundesregierung aufzuzeigen, dass die breite Masse der Bevölkerung gegen den Biokraftstoff ist, diesem nicht vertraut und kostengünstige Alternativen fordert. In etlichen sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook, haben sich Gruppen gegründet, die einen tankfreien Tag fordern und publik machen wollen. Die Aktion „tankfreier Tag“ sah vor, dass am vergangenen Samstag, den 12. März 2011, ein Boykott an den Tankstellen stattfinden sollte. Auch andere Initiativen forderten Tage, an denen nicht getankt werden sollte. Ein tankfreier Tag soll die Einnahmen der Mineralölindustrie schmälern und zum Umdenken anregen.
Auch wenn diese Aufrufe nicht hundertprozentig funktionieren können, so soll dieser Boykott solange wöchentlich durchgeführt werden, bis das E10 von den Tankstellen zurückgenommen wird. Man verspricht sich von diesen Maßnahmen, die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen zu bekommen und darauf hinzuweisen, dass die Mehrheit der Autofahrer mit dem neuen Biokraftstoff E10 nicht einverstanden ist und günstige Alternativen fordert.